Medizinisch unterstützte Fortpflanzung für lesbische Paare

Heute wurde der Begutachtungsentwurf des neuen Fortpflanzungsmedizingesetzes veröffentlicht und für uns herrscht Grund zur Freude.

Ende 2013 hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) aufgrund einer Klage, die von Dr. Helmut Graupner eingebracht worden war entschieden, dass eine Verbot der medizinisch unterstützten Fortpflanzung für lesbische Paare diskriminierend sei und aufgehoben werden muss.
Die zuständigen Ministerien sollten das entsprechende Gesetz bis Ende 2014 reparieren, ansonsten wäre das Verbot Ende des Jahres einfach aufgehoben worden.

Heute ist das geänderte Gesetz zur Begutachtung veröffentlicht worden und wir sind hocherfreut zu sehen, dass nicht bloß das allernötigste geändert wurde, sondern dass es tatsächlich zu einer umfassenderen Rundumerneuerung des alten Gesetzes kommen soll, indem neben erweiterten Möglichkeiten der Präimplantationsdiagnostik und der Drittsamenspenden bei IVF für heterosexuelle Paare auch die Eizellenspende erlaubt werden soll.
Weiters halten wir es dem Justizministerium sehr zu Gute, dass die Anregungen und Forderungen, die wir beim Roundtable mit Minister Brandstetter im April dieses Jahres vorgetragen haben, aufgenommen wurden und eine automatische Elternschaft für die nicht-leibliche Mutter im Entwurf vorgesehen ist.

Der Entwurf ist nun bis 1. Dezember in Begutachtung, wir werden ihn uns ganz genau anschauen und eine Stellungnahme abgeben.
Sobald das neue Gesetz endgültige feststeht, werden wir hier detailliertere Informationen veröffentlichen.